Titel Kirchenmusikdirektorin / Kirchenmusikdirektor

Zum KMD berufen – Ehrung für herausragende Leistung im Bereich der Kirchenmusik. Einer Kirchenmusikerin und zwei Kirchemusikern wurden in diesem Jahr der Titel Kirchenmusikdirektor/-in verliehen.

Damit ehrte der Bischof Karin Dannenmaier, Eckhard Manz und Peter Hamburger für ihre langjährige und hervorragende kirchenmusikalische Tätigkeit in der Landeskirche. Mit ihrer herausragenden Arbeit wirkten die Musiker als Multiplikatoren besonders in den landeskirchlichen Arbeitsbereichen und trugen zur Weiterentwicklung der Kirchenmusik in der EKKW bei.

 

 

Eckhard Manz

Kantor an St. Martin in Kassel im Jubiläumsgottesdienst zum Kirchenmusikdirektor ernannt

Im Rahmen des Festgottesdienstes zum 650-jährigen Jubiläum der Martinskirche in Kassel wurde am 19. Februar 2017 dem Kantor an St. Martin, Eckhard Manz, von Bischof Dr. Martin Hein der Titel „Kirchenmusikdirektor“ verliehen. Manz erhielt diese Ehrung für sein herausragendes kirchenmusikalisches Engagement, insbesondere in der Chorleitung, in der Aus- und Fortbildung und als Organist mit dem besonderen Schwerpunkt „Neue Musik“. Als Initiator des Orgelneubaus und Leiter der Arbeitsgruppe „Neue Orgel in St. Martin“ trug Manz wesentlich zum Gelingen des auch künstlerisch renommierten Orgelprojektes bei. Darüber hinaus engagierte sich der Kantor in der von ihm initiierten „Kulturplattform St. Martin e.V.“ und war von 2011 bis 2016 Vorsitzender des Verbandes Evangelischer Kirchenmusiker/-innen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. In seiner Laudatio würdigte Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum neben seinem stilistisch breiten Repertoire die Gabe von Eckhard Manz, Menschen für die Neue Musik zu begeistern: „Er ist Leiter von ‚Neue Musik in der Kirche‘, Initiator von Kompositionsaufträgen, Dramaturg der Veranstaltungsreihe und Musiker – als Organist, als Dirigent. Er ist Multiplikator und sorgt damit für ein besonderes und unvergleichlich breites stilistisches Klangspektrum.“ Zudem initiiere er Neukompositionen und erweitere damit das kirchenmusikalische Literaturspektrum. Hinzu komme sein regelmäßiges kirchliches Engagement im Rahmen der Kasseler Documenta und der Kasseler Musiktage. Stets sei er auf der Suche nach zeitgemäßen und hochwertigen kirchenmusikalischen Verkündigungsformen und „repräsentiere den zeitgenössischen Klang der Avantgarde verbunden mit der hochkarätigen Interpretation des klassischen Repertoires“.

Peter Hamburger

wird zum Kirchenmusikdirektor ernannt

Auf dem Sprengeltag in Hanau wurde am 31. Mai 2017 der Kantor für Popularmusik, Peter Hamburger, für seine Verdienste im Bereich populärer Kirchenmusik mit dem Titel Kirchenmusikdirektor“ geehrt. Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum würdigte Hamburger als „einen der deutschlandweit herausragenden Spezialisten für Popularkirchenmusik“. Er sei ein engagierter und begabter Musiker, der zu motivieren und zu vermitteln verstehe. Seine „vorzügliche Vernetzung“ sei hilfreich bei der Förderung der popularen Kirchenmusik, auch helfe seine Ausbildung als Kirchenmusiker mit A-Examen, „diese Musikrichtung an den gesamten Schatz der Kirchenmusik anzubinden“. Maibaums Fazit: „Peter Hamburger ist ein wichtiger Berater und erfolgreicher Multiplikator mit großer künstlerischer Ausstrahlung und Begeisterungsfähigkeit“.

Seit 20 Jahren arbeitet Peter Hamburger in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck – als Musiker, Arrangeur, Komponist und Leiter des landeskirchlichen Gospelchors „Get Up!“ repräsentiert der 50jährige die geistliche Popularmusik der Landeskirche und berät alle landeskirchlichen Ebenen in seinem Spezialgebiet. Als Pädagoge ist er zuständig für die popularmusikalische Aus- und Fortbildung und die Förderung von popularmusikalischen Chören und Bands. Seine pädagogische Kompetenz ist auch über die landeskirchlichen Grenzen hinaus gefragt: So arbeitet der Kantor für Popularmusik als Dozent an der Evangelischen Popakademie Witten/Musikhochschule Herford. Auch als Herausgeber von popularmusikalisch orientierter Literatur hat sich Hamburger einen Namen gemacht, ebenso als Organisator und Musiker bei Internationalen Gospel-Kirchentagen, wie z. B. im Jahr 2014 in Kassel.

Karin Dannenmeier

wird zur Kirchenmusikdirektorin ernannt

Am Ende eines Konzertes in der Stadtkirche Schlüchtern wurde am Pfingstmontag 2017 Bezirkskantorin Karin Dannenmeier für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Kirchenmusik mit dem Titel „Kirchenmusikdirektorin“ geehrt. Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum würdigte Dannenmeier als „engagierte und vielseitig begabte Kirchenmusikerin“: „Sie arbeitet auf hohem künstlerischem Niveau, ohne die musikalischen Gegebenheiten einer kleinstädtischen Gemeinde und eines ländlichen Kirchenkreises aus den Augen zu verlieren.“ Durch ihre sympathische Offenheit gelinge es ihr, viele Menschen für die Kirchenmusik zu gewinnen. Eine besondere Begabung habe Dannenmeier in der musikalischen Arbeit mit Kindern und als Musikpädagogin. Ihre konzeptionelle und pädagogische Mitarbeit an der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte in Schlüchtern mit dem Schwerpunkt „Musizieren mit Kindern“ strahle landeskirchenweit aus. Ebenfalls von überregionaler Bedeutung sei ihr großes Engagement in landeskirchlichen Gremien sowie ihre Mitarbeit an der Erstellung von liturgischem und hymnologischem Material.

Karin Dannenmeier arbeitet seit 1989 als Bezirkskantorin im Kirchenkreis Schlüchtern, zunächst mit Dienstsitz in Bad Soden-Salmünster, seit 2008 in Schlüchtern. Auf gemeindlicher Ebene leitet sie die Kantorei Schlüchtern und drei Kinderchöre in unterschiedlichen Altersstufen, im Kirchenkreis ist die Bezirkskantorin für die Planung und Durchführung verschiedener musikalischer Projekte zuständig, z. B. Klangreisen, Kantatenprojekte für den gesamten Kirchenkreis, regionale Chortreffen, Projekte mit dem Kreisposaunenchor und ökumenische Fortbildungstage für Chorsänger und Leiter. Auf der Ebene der Landeskirche engagiert sich die 49-jährige in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen, so als Mitglied der Liturgischen Kammer, des Ausschusses zur Entwicklung des EG plus (Beiheft zum Evangelischen Gesangbuch), des Projektausschusses „Abendmahl mit Kindern“ und des Beirats der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte. Außerdem ist sie die Vertreterin des Leiters der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte.